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"Fremd ist der Fremde nur in der Fremde"

9 Filme zum Thema Migration

Karl Valentins Diktum „Fremd ist der Fremde nur in der Fremde“ könnte man als Kommentar zu allen neun Filmen verstehen, die auf dieser DVD zu finden sind – oder als Leitmotiv der Erfahrungen derjenigen Migranten, die hier als Protagonisten auftauchen.

Migration hat viele Gesichter – und so beleuchten die Filme dieser DVD denn auch ganz unterschiedliche Aspekte des Phänomens. Dabei kann es nicht darum gehen, die ganze Bandbreite der Problematik abzudecken, es sollen aber Anregungen gegeben werden, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und neue Sichtweisen zu erproben – sowohl was die inhaltlich-thematische, als auch die filmästhetische Seite angeht.

Die sechs Kurzspielfilme, zwei Dokumentarfilme und der Animationsfilm eröffnen dabei ganz verschiedene Zugangsmöglichkeiten zur Thematik. Die kleine Abi, deren Eltern aus Surinam nach Holland gekommen sind („Abi – Leere Teller/Pinguin Ladies“), begegnet den Menschen aus ihrer Nachbarschaft mit einer Unbefangenheit, die Bruno oder Hakim („Amsterdam“)  längst abhandengekommen ist. Und der aus Angola kommende Blinde Passagier („Der blinde Passagier“) oder auch die Trickfigur der Giraffe („Eine Giraffe im Regen“) wundern sich, wie feindlich ihnen in Europa begegnet wird, während Blade, Sekou und Babu „Im Land dazwischen“ festsitzen. Dabei setzen sich einige Filme dieser Auswahl humorvoll oder auch satirisch mit den negativen Aspekten der Thematik auseinander – was bei einem insgesamt doch eher schwierigen Thema ohne Zweifel von Vorteil ist.

Nähere Informationen finden Sie im online-Katalog

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Unterm Sternenhimmel / Des Étoiles
Kinostart des Spielfilms von Dyana Gaye am 15.01.2015


 

In ihrem ersten Spielfilm erzählt die senegalesisch-französische Filmemacherin Dyana Gaye eine Migrations- und Dreiecksgeschichte besonderer Art. Die junge Sophie verlässt Dakar, um mit ihrem Mann Abdoulaye in Turin zu leben. Als sie dort ankommt, trifft sie ihn zu ihrem Entsetzen nicht an, denn Abdoulaye ist mit einem Freund auf der Suche nach Arbeit mittlerweile in New York angekommen – und die einzige Anlaufstation, die die beiden dort haben, ist Sophies Tante. Doch diese ist mit ihrem 19-ja¨hrigen Sohn Thierno auf dem Weg nach Dakar, womit sich der Kreis der Erzählung schließt. Für Thierno  ist es die erste Reise nach Afrika, während es für seine Mutter die erste Rückkehr in ihre Heimat nach Jahrzehnten ist.
Obwohl der Film alle Schattenseiten streift, die mit dem Thema Migration verbunden sind, zeichnet er sich auch durch eine Leichtigkeit der Erzählung aus, die aus unverhofften Begegnungen während der Suche entstehen.

Dyana Gaye begleitet die Vorführungen ihres Films:
29.+30.01.2015 Filmmuseum Frankfurt/M. und im Filmforum-Höchst im Rahmen von Africa Alive
01.02.2015 Kommunales Kino Freiburg

Die Pressemappe finden Sie hier

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Ken Bugul – Niemand will sie
Kinostart des Dokumentarfilms von Silvia Voser am 29.01.2015

 

Ken Bugul gilt als eine der wichtigsten  senegalesischen Schriftstellerinnen der französischsprachigen Literatur der letzten Jahrzehnte. In ihren Romanen gelingt es ihr, die französische Sprache mit den Rhythmen den gedanklichen Grundstrukturen ihrer Muttersprache Wolof zu verweben. Die Schweizer Filmemacherin Silvia Voser lässt Ken Bugul ihre Geschichte erzählen, die durch die historischen Ereignisse Afrikas geprägt ist. 1947 geboren ist sie die erste, die ihr Dorf für ein Studium in Paris verlässt, wo sie Anerkennung und  Abweisung gleichermaßen erfährt. Die Rückkehr und den Neuanfang in der Heimat gelingt durch das Schreiben. Seit mehr als 30 Jahren komponiert Ken Bugul mit ihren Romanen ein Bild ihres Lebens als Frau. Dabei verbinden sich ihre Liebesgeschichten immer mit den sozialen und politischen Beziehungen zwischen ihrem Kontinent und dem Westen, die sie messerscharf analysiert.

Ken Bugul und Silvia Voser stehen zum Gespräch zur Verfügung:
25.01.2015 Hackesche Höfe Kino Berlin
31.01-2015 Filmmuseum Frankfurt/M.

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Millions can Walk

Kinostart des Dokumentarfilm „Millions can Walk. Jan Satiagraha - Marsch der Gerechtigkeit“ am 02.10.2014

 

Der Film von Christoph Schaub und Kamal Musale (Schweiz 2013, 88 Min. OmU) folgt hunderttausend Inderinnen und Indern, landlose Bauern und Ureinwohnern – Adivasi –, die sich aufgemacht haben, um für ihre Rechte einzutreten. Der Marsch, der auf Gandhis Philosophie des gewaltlosen Widerstands basiert, führt sie von Gwalior ins 400 Kilometer entfernte Delhi. Koordiniert wird der Protest von Ekta Parishad, einer Organisation mit etwa 12.000 freiwilligen Aktivistinnen und Aktivisten, die versucht, die Bedingungen der Landbevölkerung zu ändern, und ungefähr 80 Millionen der ärmsten Menschen in Indien erreicht.
Die Teilnehmer des Marsches sind aus dem ganzen Land angereist, um sich gemeinsam für eine Existenz in Würde einzusetzen. Unter ihnen der charismatische Rajagopal, Präsident und Gründungsmitglied von Ekta Parishad.
Der Film von Christoph Schaub und Kamal Musale zeigt die vielfältigen Seiten des imposanten Protestmarsches und fokussiert immer wieder auf die Geschichten Einzelner, ihre alltäglichen Erfahrungen und die Gründe, die sie bewogen haben, sich auf den Weg zu machen.
Rajagopal ist Präsident und Gründungsmitglied von Ekta Parishad. Er wuchs in Kerala in Südindien auf und studierte Landwirtschaft in Seva Gram. Politisch war er erstmals in den frühen 1970er-Jahren aktiv. In Zentralindien half er, ein Tal zu befrieden, indem er die „Dacoits“ (organisierte Verbrecher) überzeugte, ihre Waffen niederzulegen und gewaltfrei zu leben.

Preis für den besten Dokumentarfilm beim 11. Indischen Filmfestival Stuttgart 2014

Presseinformationen finden Sie hier ...


Die Fliege in der Asche/ La Mosca en la Ceniza
Kinostart des argentinischen Spielfilms von Gabriela David am 12.06.2014

„Die Fliege in der Asche“ ist die beklemmend erzählte Geschichte einer gefährdeten Freundschaft. Der Film kündet von der Kraft der Solidarität, die Nancy und Pato helfen, ihre Würde – und ihr Leben – erfolgreich zu verteidigen.
Beim Internationalen Filmfestival Innsbruck wurde der Film mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.
Im Filmdienst (2014/12) heißt es: „Auf poetische, unaufgeregte Weise und ohne drastische Vergewaltigungsszenen nähert sich der Film dem brisanten Thema, ohne es zu verharmlosen. Mit einer ganz und gar außergewöhnlichen Heldin beleuchtet das großartig gespielte Drama die Not der Prostituierten und rückt zugleich die Scheinheiligkeit einer gutbürgerlichen Fassade in den Blick, hinter der das Leid der Frauen unsichtbar bleibt.

Der Film erzählt die Geschichte einer starken, wenn auch ungleichen Freundschaft zweier junger Frauen: Nancy und Pato langweilen sich in der Provinz des nördlichen Argentiniens. Pato möchte unbedingt in die Hauptstadt Buenos Aires, um Geld zu verdienen und zu studieren und überredet die zögernde Nancy, mitzukommen. Eine Vermittlerin organisiert nicht nur die Reise, sondern verspricht ihnen auch gute Stellen in einem Haushalt. Kaum in Buenos Aires angekommen erkennen sie zu spät, dass sie getäuscht wurden, denn sie finden sich in einem Bordell wieder. Eingeschlossen in der klaustrophobischen und brutalen Atmosphäre einer Wohnung in einer bürgerlichen Umgebung rückt die Hoffnung auf eine bessere Zukunft in unerreichbare Ferne. Während sich Pato gegen den Zwang, sich zu prostituieren, wehrt und dafür hart bestraft wird, fügt sich die naive Analphabetin Nancy in ihr Schicksal, um das Leben für sich und ihre Freundin ertragbarer zu gestalten. Doch schließlich ist sie es, die die Tür in die Freiheit öffnet. Dabei stehen nicht nur die Betreiber des Bordells, sondern auch die Gäste und Nachbarn, die das Leid der jungen Frauen stillschweigend akzeptiert haben, zur Anklage.

Weitere Informationen unter Presse

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Kinostart von "Good Morning Karachi" am 08.05.2014
Ein Film von Sabiha Sumar

Pakistan, Deutschland 2012, 85 min., OmU

Unzufrieden mit ihrem Leben, das nur eine Zukunft als Ehefrau und Mutter für sie vorzusehen scheint, setzt Rafina alles daran, sich ihren Traum, Model zu werden zu erfüllen. Rosie, die Freundin ihrer Mutter, arbeitet als Kosmetikerin und führt Rafina in der Modelagentur „Radiance“ ein. Dort trifft sich die junge westlich orientierte Elite Pakistans, die in der neu entstehenden Mode- und Medienindustrie die Chance für berufliche Unabhängigkeit sieht. Schön und ehrgeizig schafft es Rafina, bei einer Modenschau mitzulaufen. Dies bringt sie nicht nur in Konflikt mit ihrer Mutter, die sie und ihren kleinen Bruder in einfachen Verhältnissen erzogen hat, sondern auch mit ihrem Verlobten Arif, der nicht möchte, dass seine zukünftige Ehefrau einen Beruf ausübt - schon gar nicht als Model. Aber auch er träumt von einer besseren Zukunft. Er engagiert sich in der Partei Benazir Bhuttos, die Ende 2007 einen Neuanfang in die pakistanische Politik sucht. Vor dem Hintergrund der Unruhen, die Pakistan in der kurzen Zeit nach der Rückkehr Benazir Bhuttos und ihrer Ermordung erschüttern, und die im Film in den Radiokommentaren des Magazins „Good Morning Karachi“ lebendig werden, muss sich Rafina zwischen den Verheißungen der modernen Modewelt und ihrer an traditionellen Lebensformen orientierten Herkunft entscheiden.

Der Film wurde vom Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED) in der Produktion gefördert.

Weitere Informationen unter Presse




Kinostart von "Tödliche Hilfe" am 13.11.2013
Ein Film von Raoul Peck Haiti, Frankreich, USA, Belgien 2013, 99 min.

Am 12. Januar 2010 erschütterte ein schweres Erdbeben Haiti. 250.000 Menschen verloren ihr Leben, mehr als eine Million waren obdachlos. Die Weltgemeinschaft reagierte schnell. Die humanitäre Hilfe begann sofort anzulaufen. Dutzende Staaten, zahlreiche internationale Organisationen und tausende Nichtregierungsorganisationen versprachen Hilfe und Unterstützung beim Wiederaufbau des Landes. Schon im März 2010 wurden auf einer Internationalen Geberkonferenz elf Milliarden US $ an Hilfszahlungen zugesagt.

Die Hoffnungen der Haitianer waren groß. Durch die Hilfszusagen aus aller Welt wurde auch die Erwartung geweckt, Haiti nicht nur wieder aufzubauen, sondern die Katastrophe als Chance für eine Neugestaltung des Landes zu nutzen, indem die Administration des ‚schwachen Staates‘ verbessert und sich durch den Wiederaufbau für die Bevölkerung eine neue wirtschaftliche Perspektive eröffnen würde. Die von den Vereinten Nationen eingerichtete „Interim Haiti Recovery Commission“ (IHRC), deren Vorsitz Bill Clinton als UN-Sonderbeauftragter und der haitianische Premierminister Jean-Max Bellerive gemeinsam übernahmen, sollte die Umsetzung des ambitionierten Vorhabens gewährleisten.
Raoul Peck reiste unmittelbar nach der Katastrophe nach Haiti. Bestens vertraut mit den schwachen administrativen Strukturen seines Heimatlandes – 1996/97 war er haitianischer Kulturminister – und in engem Kontakt mit der Zivilgesellschaft, ist er von Beginn an zwar skeptisch gegenüber den weitreichenden Hilfszusagen, sieht aber auch die großen Chancen, die diese außerordentliche Aufmerksamkeit für Haiti bietet. So entscheidet er sich, den Prozess des Wiederaufbaus über einen längeren Zeitraum filmisch zu begleiten.
Nach zwei Jahren Dreharbeiten fällt Pecks Zwischenbilanz kritisch aus. Ohne vorzugeben, eine objektive Bestandsaufnahme vorzulegen, diagnostiziert er nicht nur gravierende Defizite bei der Koordination der Hilfsprogramme, sondern beklagt vor allem auch die fehlende Bereitschaft der vielen Nichtregierungsorganisationen, die haitianische Zivilgesellschaft und die von der Katastrophe betroffenen Menschen in ihre Bemühungen mit einzubeziehen.
Für seine subjektiven Einschätzungen der Ereignisse hat er eine zweite filmische Ebene gewählt: den Gedankenaustausch mit einer Entwicklungshelferin, der immer wieder als Off-Kommentar einfließt. Mit dieser komplexen ästhetischen Gestaltung, ist Raoul Peck sowohl eine beobachtende und berichtende Langzeitbeobachtung, als auch das Dokumentarfilmessay eines Haitianers gelungen, der die Geschichte und Geschicke des Landes seit Jahrzehnten filmisch begleitet und kenntnisreich reflektiert.
7. Eine-Welt-Filmpreis NRW 2013 www.fernsehworkshop.de 

Weitere Informationen unter Presse

 

Kinostart von „Die Piroge“ am 18.04.2013

EZEF bringt den Film „Die Piroge“ von Moussa Touré ins Kino 

„Die Piroge“, der neue Film des senegalesischen Regisseurs Moussa Touré startet am 18. April in deutschen  Kinos. Erzählt wird die Geschichte einer Gruppe von Senegalesen, die sich in einem Fischerboot auf den Weg nach Europa machen.Am Rande eines traditionellen Ringwettkampfs werden die Bedingungen für die Überfahrt verhandelt. Als Kapitän soll Baye Laye die Verantwortung für die 30 Männer übernehmen, darunter auch sein Bruder, der hofft, in Europa Karriere als Musiker zu machen. Die Gruppe, die sich in der Enge des Bootes zusammenfindet, ist bunt gemischt. Männer verschiedener Ethnien, die nicht die gleiche Sprache sprechen und zum Teil noch nie das Meer gesehen haben, treffen dort aufeinander. Als blinder Passagier bringt eine Frau Unruhe unter die Reisenden. Und unterschiedlich sind auch die Hoffnungen und Wünsche, die jeder Einzelne mit Europa verbindet.
Nur Kapitän Baye Laye weiß, wie gefährlich die Überfahrt wirklich ist. Nicht wenige Boote sind von der Strömung in die Weiten des Atlantischen Ozeans getrieben worden und haben ihr Ziel nie erreicht. Und so nimmt die Piroge ihre Reise auf. Erscheint sie zunächst groß und gut ausgerüstet, ist sie bald nur noch ein winziger Punkt in den Weiten des Ozeans.
Moussa Touré, der mit seinem Film „TGV-Express“ schon einen erfolgreichen Film im deutschen Kino hatte, greift in seinem neuen Film ein hochaktuelles Thema auf. Die Geschichten der Reisenden, die er in packenden Bildern erzählt, öffnen gleichzeitig den Blick auf die Geschichten all jener unzähligen Afrikaner, die sich mit ebenso großen Hoffnungen auf den Weg nach Europa gemacht haben und deren Schicksal ähnlich hätte verlaufen können.

Der Film erhielt 2012 beim Filmfest München mit dem ARRI-Preis Bester Internationaler Film und den Hauptpreis beim Filmfestival Karthago. Im Februar 2013 wurde er beim Panafrikanischen Filmfestival in Ouagadougou mit dem Bronzenen Yenenga geehrt.

Die Piroge wurde als Film des Monats April 2013 der Jury der Evangelischen Filmarbeit ausgezeichnet.
www.film-des-monats.de/filme/la-pirogue

Filmtipp von Vision Kino: : http://www.visionkino.de/WebObjects/VisionKino.woa/wa/CMSshow/1211472

Finanziell gefördert wurde der Film vom Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED).



Artikel zuletzt geändert am: Mittwoch, 10. Dezember 2014 14:52


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